Die USA bombardierten venezolanische Militärziele und nahmen Präsident Nicolás Maduro gefangen – ein offener Bruch der staatlichen Souveränität.
US-Außenminister Marco Rubio bestätigte die Operation und deutete an, dass auch andere Länder der Region betroffen sein könnten. Aus Havanna kam scharfe Kritik: Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel sprach von einem kriminellen Akt und wies die Begründung Washingtons zurück. Der wahre Zweck sei der Zugriff auf Venezuelas Rohstoffe, insbesondere Öl.
US-Präsident Donald Trump erklärte anschließend, die USA wollten die Macht in Venezuela vorübergehend übernehmen. Zugleich verkündete der Oberste Gerichtshof Venezuelas die Machtübernahme der Vizepräsidentin Delcy Rodríguez als Nachfolgerin. Entgegen Trumps Darstellung zeigte sich Rodríguez jedoch kämpferisch: Sie wies eine Zusammenarbeit unter Zwang zurück und betonte Venezuelas Recht auf Selbstbestimmung.
Die Intervention erinnert an frühere US-Eingriffe in Lateinamerika und macht die Doppelmoral des Westens sichtbar: Während Völkerrecht und Demokratie rhetorisch verteidigt werden, werden sie ignoriert, sobald geopolitische Interessen überwiegen. Venezuela steht nun vor einer unsicheren Zukunft – und die Region vor den Folgen einer Politik, in der Macht über Recht gestellt wird.