Mit einer Investition von rund 6,2 Millionen Euro werden im U-Bahn-Netz insgesamt 15 Aufzüge und 13 Rolltreppen erneuert oder neu errichtet. Ziel ist es, den Fahrgästen mehr Komfort, Sicherheit und vor allem Barrierefreiheit zu bieten.
Fokus auf moderne Technik und Inklusion
Nach mehr als 20 Jahren im Einsatz werden zahlreiche Aufzüge technisch auf den neuesten Stand gebracht. Besonders betroffen ist die Linie U6, aber auch entlang der Linien U1, U3 und U4 werden Anlagen erneuert. In der Station Tscherttegasse wird zudem ein zusätzlicher Aufzug installiert, um die barrierefreie Erreichbarkeit weiter zu verbessern.
Die neuen Aufzüge erfüllen höchste Standards: Akustische Ansagen unterstützen sehbehinderte Menschen, während moderne Displays die Nutzung für gehörlose Fahrgäste erleichtern. Auch die neuen Rolltreppen, die bis Jahresende unter anderem an den stark frequentierten Stationen Karlsplatz, Stephansplatz, Handelskai und Floridsdorf eingebaut werden, punkten mit höherer Energieeffizienz und verbesserter Beleuchtung.
Bauarbeiten mit möglichst wenig Einschränkungen
Die Erneuerung eines Aufzugs dauert im Schnitt rund acht Wochen. Während der Bauarbeiten sorgen die Wiener Linien dafür, dass barrierefreie Alternativen bestehen bleiben. In Stationen mit Seitenbahnsteigen ist dies durch Umstiege in benachbarten Stationen mit Mittelbahnsteigen möglich. Über Einschränkungen informieren die Wiener Linien direkt in den Stationen, online sowie über die WienMobil App.
Im Laufe des Jahres 2026 kommt es unter anderem an den Stationen Tscherttegasse, Perfektastraße, Westbahnhof, Am Schöpfwerk, Erlaaer Straße, Kettenbrückengasse, Schlachthausgasse und Keplerplatz zu temporären Einschränkungen. In den meisten Fällen bleibt jedoch zumindest ein Aufzug oder ein barrierefreier Bahnsteig in Betrieb.
Aufzüge per App steuern
Zusätzlich setzen die Wiener Linien auf digitale Innovationen: Mit der App „Liftboy“ können Fahrgäste seit Mai alle 291 Aufzüge in den 109 U-Bahn-Stationen kontaktlos per Smartphone rufen. Künftig lässt sich auch die Türschließzeit verlängern – ein wichtiger Service für Menschen mit Rollstühlen, Rollatoren oder Kinderwägen.
Insgesamt stehen den Fahrgästen derzeit 291 Aufzüge zur Verfügung, die jährlich mehr als 2.000 Kilometer zurücklegen – das entspricht in etwa der Luftlinie von Wien nach Kairo. Die Wiener Linien appellieren daher an alle Fahrgäste, Aufzüge jenen zu überlassen, die tatsächlich darauf angewiesen sind.
Weitere Informationen zu den Bauarbeiten und Einschränkungen finden sich auf der Website der Wiener Linien.