Automobilzulieferer streicht bis zu 600 Arbeitsplätze in Österreich

Der Automobilzulieferer ZKW mit Sitz in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) wird bis Ende 2027 insgesamt 600 Arbeitsplätze in Österreich abbauen.

Besonders stark betroffen ist der Standort Wieselburg, an dem rund 570 Stellen wegfallen sollen. Das teilte das Unternehmen am Dienstag in einer Aussendung mit.

Konkret werden bei der ZKW Group in Wieselburg etwa 100 Arbeitsplätze gestrichen, während bei der ZKW Lichtsysteme GmbH am selben Standort weitere 470 Stellen abgebaut werden. Für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein freiwilliger Sozialplan vorgesehen; die Verhandlungen über dessen Ausgestaltung seien bereits abgeschlossen, so das Unternehmen.

„Als verantwortungsvoller Arbeitgeber und einer der größten in der Region war die Anpassung der Mitarbeiterzahl an die aktuellen Marktbedingungen eine schwierige, aber notwendige Entscheidung, um den langfristigen Fortbestand des Standorts zu sichern“, erklärte Hermann Seitz, Standortleiter der ZKW Lichtsysteme GmbH in Wieselburg.

Automobilindustrie unter massivem Druck

Auch an den österreichischen Standorten seien Einsparungen auf allen Ebenen unumgänglich, betonte ZKW-Group-CEO Wonyong Hwang. Gleichzeitig unterstrich er die Bedeutung der in Österreich vorhandenen Expertise: „Das Know-how und die Schlüsselkompetenzen aus Österreich bilden die Grundlage für den künftigen Erfolg von ZKW.“ Zugleich bekannte sich das Unternehmen klar zum Standort Österreich.

Der operative Leiter des Werks in Wieselburg, Andreas Nix, verwies auf die angespannte Lage der Automobilindustrie in Europa und Nordamerika. Als Gründe nannte er stark schwankende Absatzzahlen sowie Verzögerungen oder die vollständige Einstellung einzelner Fahrzeugmodelle. „Daher erwarten wir in den kommenden zwei Jahren einen deutlichen Umsatzrückgang“, so Nix. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, plane ZKW verstärkte Investitionen in Künstliche Intelligenz und Automatisierungstechnologien.

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