Fünf Tote bei Lawinenunglücken in Österreich

Bei mehreren Lawinenabgängen im Raum Salzburg sind am heutigen Tag fünf Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die österreichischen Bergrettungsdienste mit.

Eine Skifahrerin wurde auf rund 2.200 Metern Seehöhe von einer Lawine erfasst und verschüttet. Ihr Ehemann alarmierte gegen 12.30 Uhr die Einsatzkräfte. Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen durch die Bergrettung erlag die Frau ihren Verletzungen, berichtete die „Kronen Zeitung“.

Gegen 14.00 Uhr ging ein weiterer Notruf ein: In einem Skigebiet im Großarltal auf etwa 2.150 Metern Seehöhe wurden sieben Skifahrer von einer Lawine erfasst. Vier von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden. Eine Person wurde schwer, eine weitere leicht verletzt, eine blieb unverletzt.

Die Betroffenen wurden mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben der Einsatzkräfte wurden die Lawinen von den Skifahrern selbst ausgelöst – trotz klarer und wiederholter Warnungen vor dem Betreten des Geländes. „Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt den Angehörigen der Opfer. Diese Tragödie zeigt auf schmerzliche Weise, wie ernst die derzeitige Lawinenlage ist“, sagte Gerhard Kremser, Bezirksleiter der örtlichen Bergrettung.

Der Salzburger Lawinenwarndienst hatte die Lawinengefahr für den heutigen Tag auf Stufe 3 von 5 („erheblich“) angehoben. In der Warnung heißt es, dass Schneebrettlawinen in manchen Bereichen bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden können und mittlere Größe erreichen können.

Als typische Gefahrenzeichen gelten Risse in der Schneedecke sowie Setzungsgeräusche beim Begehen des Schnees. Zudem liege die Gesamtschneehöhe vielerorts weiterhin deutlich unter dem Durchschnitt. Besonders gefährlich seien vom Wind verfrachtete Schneeverfrachtungen in Kammlagen und Gipfelbereichen, hieß es weiter.

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