Nach einem Rekordjahr 2025 mit 32,6 Millionen Fluggästen erwartet das Management im kommenden Jahr nur noch rund 30 Millionen Passagiere. Das teilte die Betreibergesellschaft am Dienstag mit.
Trotz des erwarteten Rückgangs soll der Gewinn stabil bleiben. Wie bereits 2025 wird für 2026 ein Jahresüberschuss von rund 210 Millionen Euro prognostiziert. Belastend wirkt sich vor allem die Entwicklung bei den wichtigsten Airline-Partnern aus: Austrian Airlines (AUA), eine Tochter der Lufthansa, reduziert ihre Flotte, Ryanair zieht Flugzeuge vom Standort ab, und Wizz Air hat den Betrieb in Wien vollständig eingestellt.
Sparmaßnahmen sichern Ergebnis
Nach Angaben von Vorstand Günther Ofner sollen gezielte Einsparungen bei Sach- und Personalkosten dazu beitragen, trotz gesenkter Tarife und geringerer Passagierzahlen ein Nettoergebnis auf dem Niveau des Vorjahres zu erreichen. Sein Vorstandskollege Julian Jäger verwies jedoch auf einen deutlich zunehmenden Kostendruck.
Die Prognose basiert auf der Annahme, dass es zu keinen weiteren geopolitischen Verwerfungen oder erheblichen Einschränkungen im Luftverkehr kommt.
Für die Flughafen-Wien-Gruppe, zu der neben dem Standort Wien auch die Flughäfen Malta und Košice gehören, wird im laufenden Jahr ein Umsatzrückgang um rund 30 Millionen Euro auf etwa 1,05 Milliarden Euro erwartet. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) dürfte von 440 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 415 Millionen Euro sinken.
Gleichzeitig plant der Konzern höhere Investitionen: Diese sollen von 300 Millionen Euro im Vorjahr auf 330 Millionen Euro im laufenden Jahr steigen.