Balkan-Bande schmuggelte eine Tonne Drogen nach Wien

Eine große kriminelle Organisation, die mutmaßlich Verbindungen zur serbischen Drogenmafia unterhält, wurde dank der Hartnäckigkeit der Wiener Ermittler zerschlagen.

Wie die Wiener Polizei heute mitteilte, wurden im Zuge der Ermittlungen in den vergangenen Wochen neun Verdächtige festgenommen.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, Kokain sowie rund eine Tonne Cannabis aus einer groß angelegten Plantage in Spanien nach Österreich geschmuggelt zu haben. Das endgültige Ziel der Lieferungen war Wien. Die Drogen wurden per Lkw über Frankreich, Italien und Slowenien bis in die österreichische Hauptstadt transportiert. Laut einem Bericht der Zeitung „Heute“ erfolgten die Transporte mit Lkw der Marke Scania und waren äußerst professionell organisiert.

Die Lastwagen waren ordnungsgemäß auf slowenische Firmen zugelassen und transportierten offiziell legale Waren, um bei Polizeikontrollen keinen Verdacht zu erregen. Unter Obst, Gemüse oder anderen Produkten war im Laderaum die eigentliche Fracht – die Drogen – verborgen.

In Wien und Niederösterreich wurden die Suchtmittel anschließend, meist nachts, auf Parkplätzen oder in Industriegebieten übergeben und danach in mehreren Wohnungen gelagert. Die Polizei observierte die Bande über Wochen hinweg. Bei den Festnahmen wurden mehrere hundert Kilogramm Cannabis sowie Bargeld in Höhe von mehreren zehntausend Euro sichergestellt.

Insgesamt befinden sich neun Tatverdächtige im Alter von 28, 28, 36, 37, 45, 46, 48 und 53 Jahren in Untersuchungshaft in Wien. Für morgen ist eine gemeinsame Einvernahme im Wiener Landesgericht („Landl“) angesetzt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen langjährige Haftstrafen.

Den Angaben zufolge haben die Beschuldigten prominente Wiener Strafverteidiger engagiert, darunter Nikolaus Rast und Mirsad Musliu, die einen der angeklagten Serben vertreten.

Mehr dazu

Popularno