Ehemaliger österreichischer Finanzminister zu vier Jahren Haft verurteilt

Der Oberste Gerichtshof Österreichs hat heute den ehemaligen Finanzminister Karl-Heinz Grasser wegen Korruption zu vier Jahren Haft verurteilt.

Damit wurde seine Berufung gegen das Urteil aus dem Jahr 2020 wegen Korruptionsvorwürfen abgewiesen, berichtet Reuters.

Der Oberste Gerichtshof bestätigte die gegen den 56-jährigen Grasser erhobenen Korruptionsvorwürfe, halbierte jedoch die ursprünglich verhängte Strafe von acht Jahren.

Dieses Urteil war bis zur Berufung nicht rechtskräftig, erinnert Reuters, und fügt hinzu, dass es sich trotz der Strafminderung um eine der längsten jemals gegen eine prominente politische Persönlichkeit in Österreich verhängten Haftstrafen handelt.

Ein unteres Gericht hatte Grasser im Jahr 2020 wegen Betrugs, Annahme unzulässiger Geschenke und Urkundenfälschung für schuldig befunden – im Zusammenhang mit einem Skandal um seine Rolle beim Verkauf von Tausenden staatseigenen Wohnungen an private Investoren vor rund zwanzig Jahren.

Grasser bestritt die Vorwürfe, die sich auf den Verdacht bezogen, dass er in diesem Prozess Informationen an Bieter weitergegeben habe.

Er bezeichnete das Urteil als Missbrauch der Justiz und kündigte an, beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte Berufung einzulegen.

Grasser war von 2000 bis 2007 Finanzminister Österreichs.

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