Er wurde wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit und gefährlicher Drohung schuldig gesprochen, nachdem er im Januar im Donaustadt Klinik in Wien seinen eigenen Rollstuhl angezündet und einem Psychologen mit einem Messerangriff gedroht hatte. Darüber berichtete die Wiener Tageszeitung Der Standard.
Laut Gerichtsunterlagen handelt es sich bei dem Angeklagten um einen arbeitslosen Obdachlosen mit insgesamt 17 Vorstrafen. Seit 2019 ist er auf einen Rollstuhl angewiesen.
Vor Gericht erklärte der Mann, er habe aus Wut gehandelt, weil er nicht stationär in die Psychiatrie aufgenommen worden sei – medizinisch habe jedoch kein Grund für eine Einweisung bestanden. Zugleich räumte er ein, die Tat bewusst geplant zu haben, um eine Haftstrafe zu provozieren.
„Mir war klar, dass es Konsequenzen haben würde. Ich wollte den Winter im Gefängnis verbringen“, sagte der 65-Jährige.
Der Brand löste erhebliche Unruhe im Krankenhaus aus, konnte jedoch rasch gelöscht werden. Wegen der starken Rauchentwicklung musste eine Ambulanz im oberen Stockwerk evakuiert werden. Als die Polizei eintraf, soll der Mann angekündigt haben, ein Messer zu kaufen und den Psychologen anzugreifen.
Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von vier Monaten – das Gericht folgte diesem Antrag. Obwohl der Angeklagte das Strafmaß zunächst als zu hoch empfand, akzeptierte er nach Rücksprache mit seinem Verteidiger das Urteil.