Der Fall hat europaweit Besorgnis ausgelöst, da Produkte großer Hersteller von Babynahrung betroffen sind.
Drei Fälle wurden bestätigt, während elf weitere als sehr wahrscheinlich gelten. Drei Kinder mussten im Krankenhaus behandelt werden. Laut Angaben der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) haben sich inzwischen jedoch alle Kinder wieder erholt. Der letzte Fall wurde am 10. Februar registriert.
Produkte in mehr als 60 Ländern zurückgerufen
Der Fall hat internationale Dimensionen angenommen, da Produkte mehrerer großer Hersteller in über 60 Ländern vom Markt zurückgerufen wurden.
In Österreich wurde die Untersuchung nach Kontrollen und Probenahmen durch die Wiener Marktaufsicht eingeleitet.
Toxin Cereulid entdeckt
Als Ursache des Problems wurde das Toxin Cereulid festgestellt. Dieses kann Durchfall und starkes Erbrechen auslösen, meist wenige Stunden nach dem Verzehr der betroffenen Babynahrung.
Nach Angaben der AGES wurden in Österreich insgesamt 162 Proben von Babynahrung aus der Produktion von 15 Herstellern untersucht.
In 28 Proben wurde Cereulid nachgewiesen, jedoch meist in Mengen unterhalb der von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegten Grenzwerte.
130 Proben waren unauffällig, während die Ergebnisse für vier weitere Proben noch ausstehen.
Fälle auch in anderen Ländern gemeldet
Die betroffenen Produkte stammen von Herstellern, die bereits Rückrufaktionen gestartet haben. Ähnliche Fälle wurden auch in Frankreich, Spanien und Belgien registriert.
Europäische Institutionen gehen derzeit davon aus, dass die Gefahr weitgehend unter Kontrolle ist, dennoch werden die Kontrollen fortgesetzt.