Pflegerin trotz Fußfessel wegen Raubes in Wien-Floridsdorf festgenommen

Eine 50-jährige Pflegerin, die bereits nach einer früheren Verurteilung wegen eines ähnlichen Delikts eine elektronische Fußfessel trug, steht im Verdacht, in Wien-Floridsdorf eine 66-jährige Pflegebedürftige mit Medikamenten betäubt und anschließend bestohlen zu haben.

Dabei soll sie Bankomat- und Kreditkarten der Frau entwendet haben. In weiterer Folge hoben die Verdächtige sowie ihre 29-jährige Tochter und ihr 18-jähriger Sohn Bargeld ab. Alle drei wurden festgenommen, bestätigte Polizeisprecher Markus Dittrich am Dienstag. Aufmerksam geworden war die Betroffene durch nicht autorisierte Abbuchungen von ihrem Konto.

Die Geschädigte, die im Floridsdorfer Ortsteil Stammersdorf lebt, ist aufgrund einer schweren Erkrankung seit Jahren auf einen Rollstuhl und Pflege angewiesen. Über eine Online-Plattform hatte sie die Pflegerin kennengelernt, die zunächst etwa ein halbes Jahr ohne Auffälligkeiten für sie arbeitete. Ende November soll die Verdächtige jedoch die Bankkarten an sich genommen haben. Unberechtigte Behebungen wurden zumindest bis 6. Jänner festgestellt. Nachdem der 66-Jährigen die verdächtigen Kontobewegungen aufgefallen waren, erstattete sie am 20. Jänner in Begleitung Anzeige bei der Polizei.

Die Ermittlungen übernahm das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord. Dabei stellte sich heraus, dass die Beschuldigte bereits wegen Raubes unter Einsatz von Betäubungsmitteln zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war. Einen Teil der Strafe hatte sie verbüßt, bevor sie mit einer elektronischen Fußfessel entlassen wurde. Die Frau sowie ihre beiden Kinder wurden festgenommen und machten bislang von ihrem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch. Der entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro.

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