Bis zum Sommer soll eine neue Tourismusstrategie ausgearbeitet werden. Zusätzlich sind Maßnahmen vorgesehen, um Berufe im Tourismus attraktiver zu gestalten.
Staatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP) betonte die zentrale Bedeutung des Tourismus für die österreichische Wirtschaft und stellte klar, dass es sich dabei nicht um ein kurzfristiges „Schönwetterthema“ handle. Aufgrund der angespannten Budgetsituation seien jedoch keine steuerlichen Entlastungen für Betriebe möglich. Stattdessen setze man auf Vereinfachungen und den Abbau bürokratischer Hürden, erklärte NEOS-Staatssekretär Josef Schellhorn.
Im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo will die Österreich Werbung rund eine Million Euro investieren. Darüber hinaus soll noch in diesem Jahr ein ressortübergreifendes Abkommen erarbeitet werden, um sportliche und kulturelle Großveranstaltungen gezielter für das touristische Marketing zu nutzen.
Unterschiedliche Reaktionen aus der Politik
Kritik an den Plänen kam von der FPÖ. Tourismussprecher Christoph Steiner forderte konkrete Entlastungen, echte Entbürokratisierung sowie eine bessere Ausrichtung des Bildungssystems, um Tourismusberufe attraktiver zu machen.
Auch die Grünen äußerten sich skeptisch. Tourismussprecherin Barbara Neßler verwies darauf, dass der Fachkräftemangel seit Jahren bekannt sei. Die Regierung biete jedoch erneut lediglich Diskussionen über Saisonarbeitskräfte und eine Imagekampagne an.
Positive Reaktionen kamen hingegen aus der Wirtschaft. WKO-Tourismusobfrau Susanne Kraus-Winkler begrüßte die angekündigten Schritte, mahnte jedoch eine rasche Umsetzung ein. In ähnliche Richtung äußerte sich auch der ÖVP-Wirtschaftsbund.