Sohn und Ex-Ehemann der „Schamanin Amela“ fordern die Rückgabe eines Millionenvermögens

Trotz einer Beute in Millionenhöhe sind zwei verurteilte Mitglieder des Clans der sogenannten Schamanin Amela nach nur zwei Monaten Haft wieder auf freiem Fuß.

Demnach verfügen der Sohn Francesco M. (30) und der Ex-Ehemann Dejan M. (47) über einen beeindruckenden Fuhrpark – offenbar völlig legal. Nun sollen die mutmaßlichen Millionäre ihr Vermögen trotz Urteil zurückerhalten.

Während sich die Hauptschamanin Amela, die serbische Staatsbürgerin Marijana M., weiterhin auf der Flucht befindet, sind zwei ihrer verurteilten Mittäter wieder frei.

Der Sohn (30) der international gesuchten Verdächtigen und ihr Ex-Mann (47) verließen laut Informationen von „Heute“ am 18. Februar das Gefängnis. Lediglich Marijanas engste Mitarbeiterin, die sogenannte Schamanin „Ana“ (30) – die zu vier Jahren unbedingter Haft verurteilt wurde – befindet sich weiterhin hinter Gittern.

Die beiden Männer wurden im Dezember des vergangenen Jahres jeweils zu drei Jahren teilbedingter Haft verurteilt, wovon ein Jahr unbedingt zu verbüßen war. Die Untersuchungshaft, die sie seit Februar 2025 verbüßten, wurde ihnen jedoch bereits angerechnet – was im österreichischen Justizsystem gängige Praxis ist.

Damit war der verpflichtende, also unbedingte Teil der Strafe bereits Mitte Februar verbüßt. Die bedingte Entlassung ist ein völlig normales Vorgehen der Justiz. Künftig müssen sie jedoch besonders vorsichtig sein – jeder Verstoß gegen Bewährungsauflagen oder neue Straftaten könnten sie zur Verbüßung des Restes der Strafe wieder ins Gefängnis bringen.

Millionenvermögen des Schamanen-Clans

In ihrer luxuriösen Villa beschäftigen sich die Eigentümer mehrerer Firmen und Immobilien im In- und Ausland sowie eines beeindruckenden Fuhrparks teurer und seltener Oldtimer nun vor allem damit, Wege zu finden, die beschlagnahmten Mittel zurückzuerhalten. Wertvolle Oldtimer, teure Uhren und Luxusimmobilien wurden vom Gericht nie eingezogen. Kürzlich wurden sogar ihre vorübergehend eingefrorenen privaten Millionen-Konten wieder freigegeben.

Die von ihnen engagierten Top-Anwälte – Filip Volm, Nikolaus Rast, Mihael Babić und Aleksandar Prener – werden den Fall nun vor den Verfassungsgerichtshof bringen und im Wege einer sogenannten gerichtlichen Revision versuchen, die Rückgabe des beschlagnahmten Schmucks zu erreichen, der keinem der Opfer des Schamanen-Clans zugeordnet werden konnte. Es handelt sich dabei um Schmuck von märchenhaftem Wert.

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