Insgesamt sind 760 Kinder betroffen und müssen nun einen neuen Betreuungsplatz finden.
Laut einer Aussendung überprüft die Stadt Wien laufend, ob private Trägerorganisationen Fördermittel und Steuergelder nach den Grundsätzen der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit einsetzen. Bei acht Trägern seien diese Grundsätze jedoch verletzt worden.
Fördermittel nicht ordnungsgemäß verwendet
Betroffen sind 13 Kindergärten folgender Anbieter:
IBIZ (zwei Standorte), Kinderbetreuungseinrichtung EGE, Kindergarten Spatzennest, Kindergruppe Mickey Mouse (zwei Standorte), Kinderkrippe und Kindergarten „Sorgenlos“ (zwei Standorte), Kultur- und Bildungsverein für Eltern mit Kindern in Österreich, Lilie – Kinderbetreuungseinrichtung (drei Standorte) sowie der Verein Kinderbetreuung „Bunte Welt“. Vier dieser Einrichtungen wurden bereits in einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Stadtrechnungshofs erwähnt.
Den Trägern wird unter anderem vorgeworfen, Fördermittel nicht zweckentsprechend verwendet zu haben. Zudem seien bei einigen Einrichtungen Mängel in der Buch- und Belegführung festgestellt worden. Weitere Kritikpunkte betreffen nicht nachvollziehbare Anschaffungen, eine intransparente Abwicklung von Privatdarlehen sowie die Abrechnung von Kindern ohne vertragliche Grundlage.
760 Kinder müssen neuen Platz suchen
„Bei Verstößen gegen die Förderrichtlinien oder wenn Fördermittel nicht tatsächlich bei den Kindern ankommen, ziehen wir entsprechende Konsequenzen. Mit diesen Fördernehmern wird es künftig keine Zusammenarbeit mehr geben“, erklärte Emmerling.
Die bestehenden Fördervereinbarungen wurden gekündigt. Die betroffenen Träger sind verpflichtet, die Eltern direkt zu informieren. Insgesamt sind 760 Kinder betroffen.
„Familien, die von diesen Maßnahmen betroffen sind, unterstützen wir bei Bedarf und auf Wunsch bei der Suche nach alternativen Betreuungsplätzen“, erklärte Karin Broukal, Leiterin der städtischen Kindergärten. Eltern können sich an das Infotelefon der Stadt Wien unter 01 277 55 55 wenden.