Trumps Ultimatum an Europa: NATO-Partner unter Druck

Zahlreiche europäische Diplomaten, die nach dem Treffen des NATO-Generalsekretärs mit Donald Trump über die Inhalte informiert wurden, bewerten dessen Forderung als ein Ultimatum.

Auch Berlin hat in den vergangenen Tagen grundsätzlich Bereitschaft für eine gemeinsame Mission signalisiert, knüpft diese jedoch an klare Bedingungen – darunter ein belastbares Mandat der Vereinten Nationen sowie eine stabile Waffenruhe oder ein dauerhaft vereinbarter Waffenstillstand.

Drohungen gegenüber unkooperativen Verbündeten

Neben seinen Forderungen im Zusammenhang mit der Straße von Hormus setzt Donald Trump die NATO-Partner auch mit weiteren Drohungen unter Druck. Berichten US-amerikanischer Medien zufolge wird derzeit eine Liste europäischer Mitgliedstaaten erstellt – unterschieden nach jenen, die den Krieg gegen den Iran unterstützt haben, und jenen, die sich dagegen gestellt haben. Demnach erwägt Trump, US-Truppen aus Ländern abzuziehen, die sich als nicht kooperationsbereit erwiesen haben.

Im Fokus steht dabei offenbar Spanien, dessen Regierung den US-Luftstreitkräften sogar Überflugrechte für Kampfflugzeuge und Tankflugzeuge verweigert hat.

Deutschland im Visier – trotz Entgegenkommen

Deutschland hingegen hat den USA keinerlei Einschränkungen bei der Nutzung ihrer großen Militärbasen auf deutschem Boden auferlegt. Dennoch bezeichnete Donald Trump auch die deutsche Regierung als Gegner des Krieges – vor allem aufgrund der Aussage, die militärische Kampagne sei „nicht unser Krieg“.

Obwohl diese Äußerung vom Verteidigungsminister Boris Pistorius stammt, wurde sie im Weißen Haus umgehend Bundeskanzler Friedrich Merz zugeschrieben, der sich üblicherweise deutlich diplomatischer äußert.

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