Verkehrskollaps in Wien: Wintereinbruch legt die österreichische Hauptstadt lahm

Ein heftiges Schneetreiben hat Wien am heutigen 10. Januar nahezu zum Stillstand gebracht und das alltägliche Leben massiv beeinträchtigt.

Die extremen Winterbedingungen erwiesen sich stärker als ein System, das sonst als eines der bestorganisierten Europas gilt.

Der Verkehr steht unter permanentem Druck. Vereiste Straßen sorgen für chaotische Zustände, während vor allem der öffentliche Verkehr besonders stark betroffen ist. Wie die Zeitung oe24.at berichtet, sind mehrere Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Busverbindungen vollständig eingestellt. Die Fortbewegung durch die Stadt ist kaum planbar, weshalb die Behörden den Bürgerinnen und Bürgern dringend empfehlen, für jede Fahrt deutlich mehr Zeit einzuplanen.

Auch der Individualverkehr bewegt sich am Rand der Sicherheit. Fahrzeuge geraten auf den glatten Fahrbahnen ins Rutschen, auf vielen Strecken ist nur noch Schritttempo möglich. Zudem wurde eine erhöhte Zahl leichter Auffahrunfälle auf den innerstädtischen Verkehrsachsen registriert, was das ohnehin überlastete Verkehrsnetz zusätzlich belastet.

Die Winterwetterlage „Elli“ bringt weiterhin anhaltende Schneefälle, die die Schneedecke ständig erneuern. Gleichzeitig sind für die kommenden Tage anhaltende Frostperioden angekündigt. Straßen und Gehwege bleiben vielerorts ungeräumt und eisbedeckt, was eine dauerhafte Gefahr für Autofahrer und Fußgänger darstellt.

Auch die Rettungsdienste stehen unter enormem Druck. Der Rettungsdienst verzeichnet einen starken Anstieg an Einsätzen aufgrund von Stürzen auf vereisten Flächen. Der Winterdienst arbeitet im Dauereinsatz und unter maximaler Belastung, doch die Wirkung bleibt begrenzt. Die Stadt ist weiterhin einer gefährlichen Kombination aus Schnee, Eis und Minusgraden ausgesetzt – mit immer deutlicheren Anzeichen eines vollständigen Ausnahmezustands.

Der Winterfront „Elli“ hat zudem weite Teile Europas erfasst. In mehreren Regionen arbeiten die Stromnetze an der Belastungsgrenze, zahlreiche Haushalte sind ohne Strom. Auch der Flug- und Bahnverkehr, darunter der Flughafen Wien sowie zentrale Verkehrsknotenpunkte, ist von Ausfällen und Verspätungen betroffen. Die extrem niedrigen Temperaturen setzen der Infrastruktur zusätzlich zu, während die Behörden warnen, dass sich die Lage weiter verschärfen könnte und der gefährlichste Zeitraum noch bevorsteht, so die Medien.

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