Den Anfang macht demnach Japan Tobacco International (JTI), während Konkurrent Philip Morris am 2. Februar nachzieht. Hintergrund der Preisanpassungen ist die mit Februar in Kraft tretende Erhöhung der Tabaksteuer. Das Finanzministerium rechnet dadurch im laufenden Jahr mit Mehreinnahmen von rund 100 Millionen Euro.
JTI plant unter anderem Preiserhöhungen von 30 bis 40 Cent für Marken wie Camel, Benson & Hedges, Sobranie, Winston, Meine Sorte und Smart Export. Bei Philip Morris wird eine Packung Marlboro künftig sieben Euro kosten – ein Plus von zehn Cent.
Steuereinnahmen steigen trotz sinkender Verkaufszahlen
Im Vorjahr stiegen die Einnahmen aus der Tabaksteuer im Vergleich zu 2024 um rund 50 Millionen Euro auf 2,18 Milliarden Euro. Einschließlich Mehrwertsteuer beliefen sich die Gesamteinnahmen auf etwa 2,9 Milliarden Euro. Gleichzeitig ging der Zigarettenabsatz weiter zurück.
Das Verkaufsvolumen sank um 4,3 Prozent auf 10,7 Milliarden Stück. Der durchschnittliche Preis einer Packung lag 2025 bei 6,25 Euro, nach 5,96 Euro im Jahr davor. Der Steueranteil am Verkaufspreis betrug dabei rund 76 Prozent.
Ausweitung des Tabakmonopols
Insgesamt wurden in Österreich rund 12,3 Milliarden Zigaretten konsumiert, darunter auch nicht im Inland versteuerte Produkte. Der Anteil geschmuggelter Zigaretten wird auf etwa 13 Prozent geschätzt, was rund 1,6 Milliarden Stück entspricht.
Neben der Steuererhöhung wird heuer auch das Tabakmonopol ausgeweitet. Künftig unterliegen auch sogenannte tabakverwandte Produkte wie Nikotinbeutel und E-Liquids für E-Zigaretten der Tabaksteuer. Ab April fallen diese Produkte zudem unter das Tabakmonopol.
Für CBD-Shops gilt eine Übergangsfrist bis Ende 2028. Danach dürfen Cannabisprodukte mit niedrigem THC-Gehalt ausschließlich über Tabaktrafiken verkauft werden.