Die Fußballwelt blickt auf die deutsche Bundesliga

Die erste der europäischen Top-Ligen startet am Wochenende „auf Bewährung“, der Ausgang ist offen.

Gespannt schaut die Fußballwelt auf den heutigen Neustart der deutschen Bundesliga. „Die Lokomotive des europäischen Fußballs kommt wieder in Bewegung“, schrieb der italienische „Corriere della Sera“ und sieht den historischen Spieltag der deutschen Elite-Liga am Wochenende als Initialzündung für den Fußball. Nach zweimonatiger Zwangspause wegen der Coronavirus-Pandemie nimmt die erste der europäischen Top-Ligen den Spielbetrieb wieder auf.

DFB-Nationalspieler Toni Kroos bestätigte, mit welch großem Interesse die Fußballwelt am Wochenende nach Deutschland blickt. „Man hat hier so den Eindruck: Wenn die Deutschen das nicht hinkriegen, dann kriegt das keiner hin, da weiterzumachen“, sagte der Real-Madrid-Profi. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist bei der Durchführung der Meisterschaft unter dem bestehenden Corona-Konzept verhalten optimistisch. „Aber noch einmal: Wir müssen, wenn es nicht anders geht, auch die Notbremse ziehen“, erklärte der CSU-Politiker. Auch DFL-Chef Christian Seifert warnt: „Jedem in der Liga muss klar sein: Wir spielen auf Bewährung.“

Beim gewagten Wiederanpfiff der 1. und 2. Liga steht für den deutschen Profifußball enorm viel auf dem Spiel: Millionensummen und sogar die wirtschaftliche Existenz einiger Clubs, aber auch der schon beschädigte Ruf der Branche und nicht zuletzt die Gesundheit der Beteiligten. „Wir wollen und werden unserer Verantwortung gerecht werden“, versprach Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern.

Der Tabellenführer will die Saison am liebsten mit dem achten Meistertitel in Folge beenden. „Es sind neun Spieltage, eine Power-Saison, ein kleines Turnier“, sagt Trainer Hansi Flick. Die Bayern gehen mit einem Vorsprung von vier Punkten auf Borussia Dortmund und fünf Zähler auf Herbstmeister RB Leipzig in das Saisonfinale. Am Sonntag gastieren sie beim Aufsteiger 1. FC Union Berlin.

Ein besonderes Revierderby

Der große Schlager der ersten Runde nach der Corona-Pause lautet Dortmund gegen Schalke. Vor dem ersten „Geister-Revierderby“ der Geschichte hält sich der Nervenkitzel in Grenzen. „Ein Derby ohne Zuschauer, da blutet einem das Herz“, kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Riesig ist das Interesse bei Fernsehstationen in aller Welt. So ist der Wiederbeginn am Wochenende in 200 FIFA-Mitgliedsländern zu sehen.

(nachrichten.at)

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