Rumänien als Hauptquelle für Falschgeld auf dem Balkan und in der EU

Die größten Mengen an Falschgeld, die auf den Balkan und in die Länder der Europäischen Union gelangen, stammen aus illegalen Produktionsstätten auf dem Gebiet Rumäniens.

Die kriminellen Netzwerke, die für den Weitervertrieb zuständig sind, erwerben die Fälschungen zu einem Preis von lediglich zwanzig Prozent des tatsächlichen Nennwerts.

So werden beispielsweise für eine Million Euro Falschgeld rund 200.000 Euro bezahlt.

Berichten zufolge werden in Rumänien gefälschte Euro, kuwaitische Dinar und US-Dollar hergestellt, während das britische Pfund als besonders schwer zu fälschen gilt.

Mitglieder dieser kriminellen Gruppen geben sich häufig als Italiener, Araber, Griechen oder Tschechen aus; unter ihnen befinden sich auch Kriminelle aus dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens.

Die Täter durchsuchen Zeitungs- und Internetanzeigen gezielt nach Immobilien, Luxusfahrzeugen, Yachten, wertvollem Schmuck, Uhren, Kunstwerken und sogar nach Pferden.

Treffpunkte sind meist Städte in Norditalien, wobei als Ausweichoption auch Städte in Frankreich, den Benelux-Ländern oder in Spanien genutzt werden.

Die Gruppen agieren in größerer personeller Stärke, was es den Strafverfolgungsbehörden erheblich erschwert, die Struktur der Netzwerke sowie das Ausmaß des Betrugs vollständig zu erfassen.

Diese Vorgehensweise ermöglicht es den Anführern der kriminellen Organisationen, rangniedrigere Mitglieder über die tatsächliche Höhe der Beute im Unklaren zu lassen, berichten die Medien.

Mehr dazu

Popularno