Frühling auf der neuen Fahrradstraße in der Argentinierstraße

Mit dem Einzug des Frühlings beginnt für die neugestaltete Argentinierstraße im 4. Wiener Bezirk die erste Saison als Fahrradstraße – ein bedeutender Schritt in Wiens Radwegoffensive.

Die zentrale Verbindung, auf der jährlich über eine Million Radfahrerinnen gezählt werden, wurde umfassend umgestaltet: breitere Gehsteige, Verkehrsberuhigung, markanter roter Straßenbelag und zahlreiche Begrünungsmaßnahmen mit 70 neuen Bäumen und rund 100 Grünbeeten prägen nun das neue Bild der Straße. Damit wird die Argentinierstraße nicht nur zu einem sichereren Ort für Radfahrende und Fußgängerinnen, sondern auch zu einer klimafitten Lebensader mitten in der Stadt.

Die Fahrradstraße ist Teil des neun Kilometer langen „Radhighways Süd“, der sich vom Karlsplatz über den Hauptbahnhof bis nach Niederösterreich erstreckt und nun vollständig befahrbar ist. Nach dem Vorbild niederländischer Fahrradstraßen teilen sich hier Rad- und Autoverkehr den Raum – allerdings mit Vorrang für Radfahrer*innen und klarer Verkehrsberuhigung. Für Autos gilt: keine Durchfahrt, nur Zu- und Abfahrt ist erlaubt. Zusätzliche Sitzgelegenheiten, Trinkbrunnen, Nebelduschen und Spielbereiche sorgen für mehr Aufenthaltsqualität im Grätzl.

Das Projekt wurde im Rahmen des bisher größten Bürgerbeteiligungsprozesses im 4. Bezirk realisiert, bei dem sich rund 2.500 Menschen aktiv eingebracht haben. Die Mehrheit stimmte für die Umwandlung in eine Fahrradstraße, deren Umsetzung im November 2023 begann und nun planmäßig abgeschlossen ist.

Am Samstag, den 5. April, wird der erste Frühling der neugestalteten Argentinierstraße mit einem großen Straßenfest am St.-Elisabeth-Platz gefeiert. Zwischen 11 und 16 Uhr erwartet die Besucher*innen ein buntes Programm mit Musik, Kinderunterhaltung, Kulinarik, Rad-Service und einem Gewinnspiel. Damit setzt Wien ein sichtbares Zeichen für moderne, nachhaltige Mobilität – und für lebenswertere Stadtteile mit mehr Grün, weniger Autoverkehr und mehr Raum für alle.

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