Tajana Gudenus wurde in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre in Kroatien geboren. Ihre Familie floh zunächst aus Kroatien nach Serbien und während der NATO-Bombenangriffe weiter nach Deutschland und anschließend nach Banja Luka, wo ihre Eltern bis heute leben.
Ihre Mutter ist Notarin, ihr Vater ein erfolgreicher Unternehmer.
Im Jahr 2008 zog Tajana zu ihrer Tante nach Wien. Nach der Matura absolvierte sie an der Wirtschaftsuniversität Wien ihr Bachelor- und Masterstudium und arbeitet derzeit an ihrer Doktorarbeit.
In Wien engagierte sie sich über viele Jahre hinweg ehrenamtlich als Integrationsbotschafterin des Österreichischen Integrationsfonds. Auf diese Weise wollte sie einen Beitrag zur besseren Integration von Kindern mit Migrationshintergrund in Österreich leisten.
Tajana selbst spricht laut ihrer Instagram Seite fünfeinhalb Sprachen: Serbisch, Deutsch, Englisch, Russisch, Spanisch sowie ein wenig Chinesisch.
Was die österreichische Öffentlichkeit besonders überraschte – vor allem angesichts der politischen Ansichten ihres Mannes Johann Gudenus – war die Information, dass Tajana sich für Flüchtlingskinder aus Syrien einsetzte und im Jahr 2014 eine Mutter mit vier kleinen Kindern in ihre Wohnung aufnahm. Tajana sagte, es sei wichtig, dass die ersten in Österreich gemachten Erfahrungen positiv sind, weil dadurch die Integrationswilligkeit wesentlich steigt.
Sie verwies auf das Programm „Hass im Netz“, das von den Ministerinnen Zadić, Edtstadler und Raab iniitiert wurde, um den Hass, der sich in sozialen Netzwerken ausbreitet, zu stoppen. Sie begrüßte die Initiative in der Hoffnung, dass sich in der Zukunft in dieser Frage wirklich etwas ändert. Seit der Veröffentlichung des Ibiza-Videos, stehen Tajana und ihre Familie nicht nur im Rampenlicht der österreichischen, sondern auch der Weltöffentlichkeit. Aufgrund unklarer Darstellungen ihrer Rolle erhielt Tajana über Social Media unzählige Hass Nachrichten und Morddrohungen.

Eine Instagram-Nachricht war außerdem der Grund, warum sie sich erstmalig an die Öffentlichkeit wendete. Eine unbekannte Person, die Tajana schon lange verfolgt, behauptete, er wisse, wo sie wohnte und wo sie mit den Kindern spazieren gehe, und er würde sich nicht beruhigen, bis er sie und die Kinder erwischt habe. Daraufhin erstattete sie die Anzeige. Die Polizei führte Ermittlungen durch und den neuesten Medienberichten zufolge konnte der Stalker bereits ausgeforscht und vernommen werden. Dabei sollte es sich um einen 47-jährigen Wiener handeln.
Über seine Motive wird immer noch spekuliert. Tajana selbst geht davon aus, dass die Morddrohung einen politischen Hintergrund hat.
(dunav.at)