Fast die Hälfte aller Lebensmittel-Kontrolleure Österreichs ist nun in der Bundeshauptstadt im Einsatz.
Illegale Fleischereien entdeckt
Nachrichten, die selbst hartgesottene Gemüter erschüttern können: Zwei nicht genehmigte Fleischereien wurden kürzlich ausgehoben. Dabei entdeckten die Behörden ganze Dönerspieße und Hunderte Kilo verdorbenes Fleisch, das bereits zur Auslieferung vorgesehen war – und möglicherweise auf den Tellern der Wienerinnen und Wiener gelandet wäre.
Dank des raschen Eingreifens der Gruppe Sofortmaßnahme und des Marktamts konnten diese ungenießbaren Produkte aus dem Verkehr gezogen werden. Die Vorfälle verdeutlichen, wie essenziell eine lückenlose Kontrolle der Lebensmittelbranche ist – und genau hier wird nun nachgerüstet, berichten die österreichische Medien.
Mehr Personal für mehr Sicherheit
Das Team der Lebensmittel-Inspektorinnen und -Inspektoren wurde um 18 zusätzliche Fachkräfte verstärkt. „Damit sind nun insgesamt 92 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz – so viele wie in keinem anderen Bundesland. Fast 50 Prozent aller in Österreich tätigen Inspektoren sind nun in Wien“, erklärt Marktamtssprecher Alexander Hengl. Mehr Personal bedeutet auch mehr Kontrollen: Das Marktamt führt aktuell 27.400 Inspektionen pro Jahr durch, um gesundheitsschädliche Waren schnell aus dem Verkehr zu ziehen.
Hohe Anforderungen an neue Inspektoren
Die neuen Lebensmittel-Kontrolleure wurden von Märkte-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) feierlich angelobt: „Ein großes Dankeschön an das gesamte Team! Ihr leistet eine großartige und enorm wichtige Arbeit, um die hohe Qualität der Lebensmittelsicherheit in Wien zu gewährleisten.“
Die neuen Inspektorinnen und Inspektoren sind bestens ausgebildet. Ihre Ausbildung umfasst neun Module, darunter Mikrobiologie, Toxikologie, Warenkunde, Lebensmittelrecht und Konfliktmanagement. Insgesamt müssen die Teilnehmenden 1.440 Unterrichtseinheiten absolvieren, bevor sie eine Abschlussprüfung bestehen.
Rund-um-die-Uhr-Kontrollen für sichere Lebensmittel
„Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beinahe rund um die Uhr in der gesamten Lebensmittelbranche und auf den Wiener Märkten unterwegs“, betont Marktamtsdirektor Andreas Kutheil. „Essen müssen alle – deshalb greifen wir bei Verstößen konsequent durch, um die Konsumentinnen und Konsumenten in Wien zu schützen.“