Im vergangenen Jahr haben sich insgesamt 224 internationale Unternehmen aus 49 Ländern entschieden, ihre Geschäftstätigkeit in der österreichischen Hauptstadt aufzunehmen. Dabei wurden Investitionen in Höhe von rund 525 Millionen Euro generiert.
Gleichzeitig entstanden 1.682 neue Arbeitsplätze – ein Anstieg von über 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Nach Schätzungen werden sich die Effekte dieser Investitionen auch über Wien hinaus bemerkbar machen und eine zusätzliche Wertschöpfung von rund 750 Millionen Euro für ganz Österreich erzeugen.
Die meisten Investitionen stammen aus Deutschland, Ungarn und Italien. Besonders stark vertreten sind die Branchen IT, Telekommunikation, Software, Handel sowie unternehmensbezogene Dienstleistungen.
Barbara Novak, Vizebürgermeisterin und amtsführende Stadträtin für Finanzen, Wirtschaft, Arbeit, internationale Beziehungen und Digitalisierung, betonte, dass diese Ergebnisse die strategische Ausrichtung der Stadt bestätigen:
„Das ist ein klares Signal dafür, dass Wien ein stabiles und attraktives wirtschaftliches Umfeld bietet. Besonders erfreulich ist das starke Wachstum in den Technologiesektoren, die Innovationen vorantreiben und langfristige Beschäftigungsperspektiven schaffen.“
Technologieunternehmen im Fokus
Besonders dynamisch entwickelte sich der Technologiesektor: Im Jahr 2025 haben sich 60 Unternehmen aus den Bereichen IT, Telekommunikation und Software in Wien angesiedelt.
Darunter befindet sich auch Bybit EU, eine der weltweit führenden Krypto-Börsen, die sich aufgrund des stabilen regulatorischen Umfelds und der verlässlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Wien entschieden hat.
Neben großen internationalen Unternehmen zieht die Stadt zunehmend auch Start-ups an.
Ein bemerkenswertes Beispiel ist Willow Stories, ein Unternehmen, das eine Plattform entwickelt, auf der Familien und Freunde gemeinsam digitale Erinnerungen an Verstorbene – in Form von Fotos, Geschichten und Botschaften – erstellen können.
Das Projekt ist Teil des wachsenden „Death-Tech“-Sektors, der Technologie und Emotionen verbindet und neue Wege des Erinnerns im digitalen Zeitalter eröffnet.
Breitere Bedeutung für die Wirtschaft
Gerade solche innovativen Projekte zeigen, dass Wien zunehmend Start-ups anzieht, die unkonventionelle und technologisch fortschrittliche Lösungen entwickeln. Experten betonen, dass diese Entwicklungen vielfältige positive Effekte haben – von direkter Beschäftigung bis hin zur Stärkung des gesamten wirtschaftlichen Ökosystems.
Wien positioniert sich damit immer stärker als zentrale Eintrittspforte zum europäischen Markt – insbesondere für Unternehmen, die Stabilität, eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur und Zugang zu qualifizierten Fachkräften suchen.
Mit kontinuierlichen Investitionen in Technologie und Innovation unterstreicht die österreichische Hauptstadt ihren Anspruch, auch in den kommenden Jahren zu den führenden Wirtschaftsmetropolen Europas zu zählen.