Diebstahl im Wert von 60.000 Euro: Kroatischer Staatsbürger in Österreich zu Haftstrafe verurteilt

Am Landesgericht Feldkirch wurde ein langjähriger Straffall wegen eines Einbruchs in ein Modegeschäft in der Gemeinde Egg im österreichischen Bundesland Vorarlberg abgeschlossen.

Ein 42-jähriger kroatischer Staatsbürger wurde wegen Beteiligung an einem schweren Einbruchsdiebstahl zu 15 Monaten Haft verurteilt.

Der Einbruch ereignete sich vor drei Jahren, wobei die Täter Waren im Wert von rund 60.000 Euro entwendeten. Der Hauptverdächtige, ein mehrfach vorbestrafter kroatischer Staatsbürger, verbüßt bereits eine achtjährige Haftstrafe wegen eines Banküberfalls in seinem Heimatland. Sein Komplize wurde später festgenommen, nachdem eine Fahndung nach ihm eingeleitet worden war, und an Österreich ausgeliefert.

Ein Teil der gestohlenen Gegenstände konnte sichergestellt werden, während Waren im Wert von etwa 16.000 Euro weiterhin fehlen. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass der Angeklagte kein passiver Beteiligter war, sondern aktiv an der Tat mitwirkte, und verhängte daher eine Haftstrafe. Zusätzlich wurde die Einziehung eines Vermögensvorteils in Höhe von 8.000 Euro angeordnet. Das Urteil ist rechtskräftig.

Eine entscheidende Wendung in den Ermittlungen ergab sich nach einem Verkehrsunfall in Deutschland, der der Polizei bei der Identifizierung der Täter half. Während der Flucht wurde einer der Verdächtigen festgenommen, während der andere zunächst entkommen konnte, später jedoch ebenfalls aufgegriffen wurde.

Der Angeklagte erklärte vor Gericht, er habe nichts von dem Einbruchsplan gewusst und aus Angst gehandelt, doch das Gericht schenkte dieser Darstellung keinen Glauben. Im Fahrzeug wurden Funkgeräte, Einwegtelefone sowie Mittel zur Beseitigung von Spuren gefunden, was auf eine organisierte Tat hindeutete. Im Laufe des Verfahrens räumte er schließlich ein, zumindest am Transport der gestohlenen Waren beteiligt gewesen zu sein.

Mehr dazu

Popularno