Davor warnt die Internationale Energieagentur (IEA), die zugleich vor der möglicherweise schwersten Energiekrise seit mehreren Jahrzehnten spricht.
Vor diesem Hintergrund fordern Expertinnen und Experten in Österreich rasche Sparmaßnahmen. Dazu zählen unter anderem niedrigere Tempolimits sowie die Einführung autofreier Tage – nach dem Vorbild der Ölkrise der 1970er-Jahre.
Nach Einschätzung von Wirtschaftsexpertinnen und -experten sollte Österreich den Verbrauch von Öl und Gas umgehend reduzieren. Die Umweltökonomin Sigrid Stagl betont, dass insbesondere Maßnahmen im Verkehrsbereich schnell Wirkung zeigen könnten. Als konkrete Vorschläge nennt sie autofreie Tage sowie eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf 80 km/h außerorts und 100 km/h auf Autobahnen.
Zwar werde derzeit versucht, die Auswirkungen der hohen Treibstoffpreise abzufedern, langfristig sei dies ohne eine grundlegende Änderung des Verhaltens jedoch nicht tragfähig.
„Die Bevölkerung erwartet Entlastung, aber solange wir an denselben Verhaltensmustern festhalten, muss der Staat weiterhin Budgetmittel aufwenden, um die Folgen abzufedern – und das können wir uns auf Dauer nicht leisten“, erklärte Stagl gegenüber ORF, berichtet GPMaljevac.
Expertinnen und Experten betonen zudem, dass es mittelfristig entscheidend sei, den Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Elektrifizierung von Verkehr und Industrie deutlich zu beschleunigen. Dadurch ließe sich der Energieverbrauch insgesamt senken und die Widerstandsfähigkeit gegenüber internationalen Krisen stärken.