Die derzeit größte Gefahr geht dabei von professionell organisierten Banden vom Balkan aus, dicht gefolgt von Tätergruppen aus dem Fernen Osten.
Zu den häufigsten Betrugsmaschen zählen sogenannte Phishing-SMS im Namen von Finanzbehörden, Banken oder Paketdiensten. Diese Nachrichten führen auf täuschend echt gestaltete Fake-Webseiten, auf denen Opfer ihre persönlichen Daten eingeben – das Geld ist oft innerhalb weniger Sekunden verschwunden.
Besonders alarmierend ist ein neuer Trend: Betrug mithilfe künstlicher Intelligenz. Kriminelle nutzen KI für überzeugende Texte mit perfekter Grammatik, Deepfake-Fotos oder automatisierte Chatbots. Selbst erfahrene Internetnutzer werden so rasch zu Opfern. Parallel dazu nimmt auch die Zahl der Anlagebetrügereien stark zu – vor allem bei angeblichen Krypto-Investments mit „garantierten Renditen“.
„Banden vom Balkan oder aus dem Fernen Osten agieren äußerst professionell. Sie schlagen blitzschnell zu und machen uns die Ermittlungsarbeit sehr schwer. Bitte seien Sie besonders wachsam“, warnt ein hochrangiger Cybercrime-Ermittler gegenüber der Kronen Zeitung.
Er ergänzt:
„Die Täter sind international vernetzt, hochprofessionell und emotional skrupellos. Sie nutzen gezielt Druck, Angst und Vertrauen – und schlagen innerhalb von Sekunden zu.“
Die Polizei spricht eine eindringliche Warnung aus: Banken, staatliche Stellen und die Polizei selbst fordern niemals PIN-Codes, Passwörter oder Geldüberweisungen per Telefon oder SMS an. Wer unsicher ist, sollte das Gespräch sofort abbrechen und umgehend die Polizei informieren, raten Cybercrime-Experten.