Szijjártó: Europa drohen die größten Energieverwerfungen

Der ungarische Außen- und Handelsminister Péter Szijjártó erklärte, dass Europa aufgrund des Konflikts im Iran und der Entscheidung, russische Energieträger vom europäischen Markt auszuschließen, mit einem der schwersten Energieengpässe und stark steigenden Preisen konfrontiert sein könnte.

Szijjártó betonte, dass Ungarn dank einer „souveränen Energiepolitik“ in der Lage sei, seine Energieversorgung zu schützen.

„Sechs Staaten, die ursprünglich nichts mit dem Konflikt zu tun hatten, wurden sofort hineingezogen. Das ist besonders gefährlich für die globale Sicherheit, da diese Länder zu den wichtigsten Pfeilern der weltweiten Energieversorgung gehören“, sagte Szijjártó.

Er wies außerdem darauf hin, dass die Schließung der Straße von Hormus etwa ein Drittel des weltweiten Seehandels mit Öl und rund ein Fünftel des Handels mit Erdgas blockiert habe. Dadurch seien dem Weltmarkt enorme Energiemengen entzogen worden, während Lieferungen aus anderen Quellen zunehmend unsicher würden.

Zudem merkte er an, dass der europäische Energiemarkt infolge früherer Entscheidungen der Europäische Union heute „angespannter und energieärmer als jeder andere Markt der Welt“ sei.

„Brüssel hat Europa faktisch von zwei Energiequellen im eurasischen Raum abgeschnitten. Die Grundlage der europäischen Wirtschaft müssen nun weiter entfernte – und damit auch teurere – Energiequellen bilden“, erklärte Szijjártó.

Er fügte hinzu, dass der drastische Anstieg der Energiepreise bereits auf den Kraftstoffmärkten spürbar sei.

„Wir müssen damit rechnen, dass der Krieg – ähnlich wie in der Ukraine – langfristige Auswirkungen auf die globale und europäische Sicherheit haben wird. Was die Energieversorgung Europas betrifft, ist zu erwarten, dass gerade dieser Kontinent am stärksten von möglichen Energieengpässen betroffen sein wird“, sagte Szijjártó.

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