Neben der Einführung einer flexiblen Monatskarte wird auch das Online-Ticketing weiter ausgebaut. Im Strandbad Gänsehäufel wird erstmals eine sogenannte „Fastlane“ eingerichtet, während gleichzeitig verlängerte Öffnungszeiten in einem Pilotprojekt getestet werden. Diese Maßnahmen kündigte Stadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) an.
In den vergangenen Wochen haben rund 500 Mitarbeitende intensiv daran gearbeitet, die Anlagen auf die Sommersaison vorzubereiten. Insgesamt stehen in Wien zehn Freibäder, neun Kombibäder und elf Familienbäder zur Verfügung. Dabei wurden rund 900.000 Quadratmeter Fläche sowie 73 Becken inklusive Nebenanlagen überprüft und instand gesetzt.
Neue Tarife und Monatskarte
Seit Jahresbeginn gelten bereits höhere Eintrittspreise, zudem bleiben die Saunabereiche in den Sommermonaten geschlossen. Neu ist die Einführung einer flexiblen Monatskarte: Sie kann jederzeit gekauft werden, ist ab Kaufdatum 30 Tage gültig und kostet 48,60 Euro.
Digitalisierung und „Fastlane“
Auch das digitale Angebot wird erweitert. Online-Tickets für Freibäder und Hallenbäder sind nun bis zu sieben Tage im Voraus erhältlich, was die Wartezeiten an den Kassen verkürzen soll. Im Gänsehäufel wird zusätzlich ein eigener Zugang mit elektronischem Check-in für Besucher mit Dauer- oder Online-Tickets geschaffen. Die „Fastlane“ soll ab Anfang Juni in Betrieb gehen und einen besonders schnellen Eintritt ermöglichen. Im Strandbad Alte Donau wird erstmals ein Pilotprojekt für verlängerte Öffnungszeiten durchgeführt. Bei Schönwetter bleibt das Bad zwischen dem 20. Juni und dem 2. August bis 20:30 Uhr geöffnet, also eine Stunde länger als bisher. Auch der Kassenschluss wird entsprechend nach hinten verschoben. Nach der Testphase ist eine Evaluierung geplant, die als Grundlage für mögliche dauerhafte Änderungen dienen soll.
Die Stadt investiert weiterhin in die Modernisierung der Bäder. Nach neuen Trainingshallen im Simmeringer Bad und im Großfeldsiedlungsbad wurde im Herbst 2025 mit dem Bau einer Schwimmhalle im Höpflerbad begonnen. Für diesen Sommer ist zudem die Sanierung des Hallenbades in Hietzing vorgesehen.
Mehr Sicherheit im Badebetrieb
Ein neu entwickelter „Code of Conduct“, der gemeinsam mit dem Frauenservice erarbeitet wurde, soll für mehr Sicherheit sorgen. Er definiert klare Abläufe für den Umgang mit Belästigungsfällen und stärkt das respektvolle Miteinander in den Bädern.
Betrieb langfristig gesichert
Trotz angespannter Budgetlage versichert die Stadt Wien, dass alle städtischen Bäder auch im Jahr 2026 geöffnet bleiben. Laut Czernohorszky ist dies durch gezielte und gut geplante Maßnahmen möglich. Mit den aktuellen Neuerungen setzt Wien verstärkt auf Digitalisierung, Komfort und Sicherheit und reagiert damit auf die Bedürfnisse der Badegäste.