Spediteure warten auf Reaktion des Staates: Mehr als 20.000 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel

Spediteure aus Bosnien und Herzegowina erwarten heute eine klare und konkrete Antwort der staatlichen Institutionen auf Forderungen, die sie bereits seit längerer Zeit an die Republik Kroatien richten.

Sie warnen, dass ein Ausbleiben einer gleichberechtigten Behandlung heimischer Transportunternehmen zu ernsthaften Störungen in den Logistik- und Handelsströmen führen könnte.

Sollten Antworten ausbleiben, kündigen Vertreter des Transportsektors an, dass sie heute Abend auf der Sitzung des Krisenstabs des Plenums des Konsortiums Logistika BiH die nächsten Schritte zum Schutz von mehr als 20.000 Beschäftigten im Straßenverkehrssektor prüfen werden.

„Wir stellen die offene Frage: Haben wir überhaupt eine konkrete Antwort erhalten oder wurde von unseren zuständigen Institutionen eine glaubwürdige Anfrage an die Institutionen der Republik Kroatien gerichtet?“, erklärten Vertreter des Plenums des Konsortiums Logistika BiH.

Sie fügen hinzu, dass sich berechtigterweise die Frage stellt, warum Spediteure aus Bosnien und Herzegowina nicht zumindest denselben Status haben können wie derzeit Spediteure aus Serbien, die – wie sie betonen – die volle Unterstützung ihrer Institutionen und Wirtschaftsstrukturen genießen.

„Die Republik Kroatien ist für Bosnien und Herzegowina einer der wichtigsten Wirtschaftspartner und ein Nachbar, mit dem wir intensive Handels- und Transportströme teilen. Gerade deshalb erwarten wir ein faires, korrektes und gleichberechtigtes Verhältnis, das auf guten nachbarschaftlichen Beziehungen und gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen basiert“, betonen sie im Plenum.

Von den zuständigen Institutionen Bosnien und Herzegowinas erwarten sie Antworten auf mehrere klare Fragen: Ob neben der geäußerten Besorgnis konkrete Maßnahmen zur Lösung der Probleme ergriffen wurden, mit denen heimische Spediteure konfrontiert sind, und ob gegenüber der Republik Kroatien eine klare und glaubwürdige Forderung gestellt wurde, dass Spediteure aus Bosnien und Herzegowina denselben Status und einen fairen Zugang zum Markt erhalten.

„Wir erinnern daran, dass sich Hersteller, Exporteure, Händler und Importeure in Bosnien und Herzegowina in hohem Maße gerade auf heimische Transportunternehmen stützen. Wer das nicht versteht, könnte bald die Folgen in den Lieferketten, aber auch in der gesamten Wirtschaft des Landes spüren“, heißt es weiter.

Sie betonen, dass sie bereits im Laufe des Tages eine Antwort der zuständigen Institutionen erwarten.

„Dann wird klar sein, ob der Staat Bosnien und Herzegowina die Kraft und den Willen hat, mehr als 20.000 Beschäftigte im Logistik- und Straßenverkehrssektor zu schützen oder ob sie sich selbst überlassen bleiben. Gute nachbarschaftliche Beziehungen und stabile Logistikströme haben keine Alternative“, erklärten Vertreter des Plenums.

Für heute Abend ist eine Sitzung des Krisenstabs des Plenums des Konsortiums Logistika Bosnien und Herzegowina zusammen mit regionalen Koordinatoren angesetzt, bei der eine detaillierte Analyse der bisherigen Aktivitäten durchgeführt und Entscheidungen über die nächsten Schritte im Namen des Transportsektors Bosnien und Herzegowinas getroffen werden sollen.

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