Update für Christkindlmarkt

Ökologisch und energiesparend soll er sein – der Wiener Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz bekommt ein „Update“, verkündete Stadtrat Peter Hanke (SPÖ) am Donnerstag. Dabei wird es etwa um ein Drittel weniger Marktstände geben.

Die Stadt Wien will auf Einsparungen bei der Energie sowie Nachhaltigkeit bei Speisen und Getränken setzen. Selbst können sich die Gäste von 19. November bis 26. Dezember ein Bild vom Markt machen.

Mehr zum Verweilen einladende Freiflächen und etwa ein Drittel weniger Marktstände – nämlich 100 – sollen im Jahr 2022 den Rathausplatz zieren. Zwei Drittel der Betreiberinnen und Betreiber hätten bereits einen Stand auf dem Wiener Christkindlmarkt betrieben.

Betretungsverbot gegen Standbetreiber ausgesprochen

360 Bewerbungen erhielt man, die für eine transparente Vergabe geschaffene Kommission, in der etwa Vertretende von Stadt Wien, Wirtschaftskammer Wien, Wirtschaftsagentur Wien und stadt wien marketing gmbh saßen, beurteilte jede von ihnen, erklärte NEOS-Gemeinderat Markus Ornig.

Was nicht ereignislos blieb: Die Emotionen seien hochgekocht, rote Linien überschritten und ein Betreiber nach verbalen Drohungen mit einem Betretungs- und Annäherungsverbot belegt worden, erzählte stadt-wien-marketing-gmbh-Geschäftsführer Michael Draxler.

Biozertifikate und weniger Beleuchtung

Jene Anbietenden, die es auf den Markt geschafft haben, werden wie üblich Dekorationen, kleine Geschenke und allerlei Kunsthandwerk, aber auch Punsch, Glühwein, Maroni und Lebkuchen anbieten. Dabei setzt man am Rathausplatz auf öko: Denn erstmals sollen alle Speisen und Getränke in Mehrweggebinden ausgegeben werden.

Jeder Gastronomiestand muss außerdem entweder voll biozertifiziert oder zumindest mit einem der drei OekoBusiness-Wien-Prädikate „Natürlich gut essen“ ausgezeichnet sein, erklärte Hanke. Bei der Energieversorgung wird indes gespart. Der Markt wird etwa eine Stunde kürzer beleuchtet, auch habe es eine „massive Umstellung auf LED“ gegeben.

Eistraum findet auf 3.000 Quadratmetern Fläche statt

Das Angebot des Christkindlmarktes reicht von einem zwölf Meter hohen, handbemalten Ringelspiel und täglichem Kinderprogramm bis hin zu Herzerlbaum, Mistelzweigpavillon und Krippenpfad. Der heuer 3.000 Quadratmeter messende Eistraum auf dem Christkindlmarkt, der in den vergangenen beiden Jahren coronabedingt ausfiel, lädt bis 8. Jänner 2023 zum Eislaufen.

Wirtschaftskammer-Wien-Präsident Walter Ruck betonte indes die ökonomische Komponente und hoffte auf eine Rückkehr zu den Zahlen des Vor-Pandemie-Jahres 2019. Damals hätte es 4,6 Millionen Besuchende auf den Christkindlmärkten gegeben, in etwa 100 Millionen Euro würden dadurch im Jahr erwirtschaftet.

(ORF.at/Foto: gettyimages)

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