Der Immobilienmarkt in der Europäischen Union verzeichnete im vierten Quartal 2025 ein deutliches Wachstum: Die Wohnungspreise stiegen im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 5,5 Prozent, während die Mieten um 3,2 Prozent zunahmen. Auch im Quartalsvergleich setzte sich der Aufwärtstrend fort – gegenüber dem dritten Quartal 2025 verteuerten sich Immobilien um 0,8 Prozent, die Mieten um 0,6 Prozent.
Im Zeitraum von 2015 bis zum dritten Quartal 2025 erhöhten sich die Wohnungspreise in der Europäischen Union durchschnittlich um 64,9 Prozent, während die Mieten um 21,8 Prozent stiegen.
Auf Ebene der einzelnen Mitgliedstaaten sind die Wohnungspreise von 2015 bis zum vierten Quartal 2025 in insgesamt 25 EU-Ländern schneller gestiegen als die Mieten.
Ungarn sticht als absoluter Spitzenreiter hervor: Dort sind die Wohnungspreise seit 2015 um beeindruckende 290 Prozent gestiegen. Es folgen Portugal mit einem Anstieg von 180 Prozent, Litauen mit 168 Prozent und Bulgarien mit 157 Prozent.
Eine Ausnahme bildet Finnland – das einzige EU-Land, in dem die Immobilienpreise heute niedriger sind als vor zehn Jahren. Dort sind sie um etwa drei Prozent gesunken.
Im gleichen Zeitraum wurden in allen EU-Mitgliedstaaten steigende Mieten verzeichnet. Besonders stark betroffen ist erneut Ungarn, wo sich die Mietpreise mehr als verdoppelt haben (+109 Prozent).
Auch in Litauen sind die Wohnkosten erheblich gestiegen (+88 Prozent), ebenso wie in Irland und Polen, wo die Mieten jeweils um 76 Prozent zunahmen, wie auf der Website von Eurostat angegeben wird.