Franzensbrücke jetzt komplett gesperrt

Seit Pfingstmontag ist die Franzensbrücke über den Donaukanal komplett gesperrt. Die wichtigste Verkehrsverbindung zwischen den Bezirken Leopoldstadt und Landstraße steht für drei Monate nicht zur Verfügung.

Schon die teilweise Sperre der Brücke sorgte für Staus im Autoverkehr. Nun ist die Brücke aber komplett gesperrt. Die aus den Nachkriegsjahren stammende Querung wurde laut Baustellenkoordinator Peter Lenz damals so konstruiert, dass die Fahrbahnplatte im Ganzen erneuert werden muss. Eine halbseitige Sanierung, die sonst bei Brücken vorgenommen wird, ist darum nicht möglich.

Das bedeutet, dass mehr Autos über die anderen Donaukanalbrücken fahren, etwa über die Schwedenbrücke oder die Marienbrücke. Autofahrer müssen mit Staus bis weit in die umliegenden Bezirke rechnen. Das zeigte sich bereits auch bei der Teilsperre.

Zusätzliche Baustelle verschärft Situation noch einmal

Staus sind unter anderem am Schottenring, am Franz-Josefs-Kai sowie an der Vorderen und Hinteren Zollamtsstraße zu erwarten. Fahrzeuge stauten sich etwa am Schottenring, am Franz–Josefs-Kai sowie in der Vorderen und Hinteren Zollamtsstraße. Zusätzlich verschärft wird die Situation in diesem Bereich durch die Baustelle am Franz-Josefs-Kai. Ab der Salztorbrücke sind bereits zwei Fahrspuren gesperrt, eine Geradeausspur und eine der beiden Rechtsabbiegespuren. Ab 1. Juli ist dann eine weitere Fahrspur gesperrt. Über den Sommer wird es hier fast täglich zu Staus kommen.

Laut Radio Wien Verkehrs-Redaktion bleibt als einziger Tipp nur großräumiges Ausweichen. Im öffentlichen Verkehr betroffen ist die Straßenbahnlinie O. Sie kann zwischen Praterstern und Hintere Zollamtsstraße nicht fahren und wird geteilt geführt. Ein Ersatzverkehr ist aufgrund der Baustelle nicht möglich. Fußgänger und Radfahrer kommen über einen neu hergestellten Steg über den Donaukanal. Besser wird die Situation wohl erst wieder ab September, wenn wieder ein Fahrstreifen je Richtung freigegeben wird.

(ORF/Agenturen)

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