Gerüst wird abgebaut – freie Sicht nach über 20 Jahren

Über zwei Jahrzehnte lang war die Votivkirche wegen einer Komplettsanierung großteils hinter einem Baugerüst verborgen. Das soll sich bald ändern – die Konstruktion wird aktuell abgebaut.

Seit mehr als 20 Jahren ist die Votivkirche in Wien eine Dauerbaustelle. Begonnen hat die Komplett-Sanierung Anfang der 2000er-Jahre. Seitdem ist die Außenfassade hinter einem Baugerüst verborgen. Die BezirksZeitung war vergangenen August bei einem Lokalaugenschein in dem Gotteshaus, wo noch fleißig gewerkt wurde:

Wienerinnen und Wiener, die in dieser Zeit geboren worden sind, haben also bisher nie eine freie Sicht auf das Sakralbauwerk im Votivpark gehabt – das könnte sich aber bald ändern. Der Abbau der Gerüstkonstruktion ist aktuell im Gange, da die Arbeiten abgeschlossen sind, wie „ORF.at“ berichtet. Die Generalsanierung des neugotischen Baus wurde 2001 begonnen – nachdem immer nur an einzelnen Bereichen Erhaltungsmaßnahmen gesetzt worden waren.

Die Renovierung des Gotteshauses wurde in einzelnen Etappen durchgeführt. Finanziell unterstützt wurde diese von Bund und Land. Die darüber hinausgehenden Mittel wurden unter anderem dadurch lukriert, dass die Kirche zum Werbeträger umfunktioniert wurde.

Auf dem Fassadengerüst waren immer wieder inserierte Großplakate zu sehen. Die Gesamtkosten wurden zuletzt in der „Wiener Zeitung“ mit 38 Millionen Euro beziffert.

Das Gebäude des Architekten Heinrich von Ferstel zählt zu den bedeutendsten neogotischen Sakralbauwerken der Welt. Das Gotteshaus wurde als „Dankgeschenk“ (Votivgabe, daher der Name) dafür errichtet, dass das Attentat auf Kaiser Franz Joseph I. im Februar 1853 misslang. 1856 begannen die Bauarbeiten, eingeweiht wurde die Kirche am 24. April 1879 – und seither nie gründlich renoviert.

(meinbezirk.at/Foto: gettyimages)

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