Am Dienstag warnte Teheran die europäischen Länder eindringlich davor, sich an einem möglichen Konflikt mit dem Iran zu beteiligen. Mehrere Staaten hatten zuvor erklärt, sie könnten angesichts der iranischen Raketenfähigkeiten „defensive Maßnahmen“ ergreifen.
In der Mitteilung hieß es, ein solcher Schritt würde als direkte Provokation betrachtet und könnte iranische Vergeltungsschläge auf europäische Städte und Staaten ausweiten.
„Das wäre ein Kriegsakt. Jede derartige Handlung gegen den Iran würde als Komplizenschaft mit den Aggressoren angesehen werden. Es wäre ein Akt des Krieges gegen den Iran“, sagte Esmail Bagei, Sprecher des iranischen Außenministeriums.
„‘Defensiv‘ ist hier nur ein anderes Wort für ‘offensiv‘ – das ergibt keinen Sinn. Wollen sie dem Iran seine Fähigkeiten nehmen, sich gegen Aggressoren zu verteidigen?“, erklärte er auf einer Pressekonferenz gegenüber staatlichen Nachrichtenagenturen.
„Es wäre bedauerlich, wenn sich diese Länder auf die Seite der Aggressoren stellen würden. Sie haben dem Iran bereits genug geschadet“, fügte Bagei hinzu.
Diese Warnung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem europäische Staaten ihre Verteidigungsmaßnahmen verstärken. Der Konflikt mit dem Iran droht, sich über den Nahen Osten hinaus auszudehnen und stellt laut Euronews eine zunehmende Bedrohung für die Sicherheit Europas dar.
Drohnen greifen britische Basis an – Europa verstärkt Verteidigung
Am Montag griffen Drohnen iranischer Bauart die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern, einem EU-Mitgliedstaat, an.
Nach Angaben von Behörden wurden die Drohnen vermutlich aus dem Libanon gestartet, mutmaßlich durch die Hisbollah.
Der Angriff veranlasste Großbritannien, die Verteidigung der Mittelmeerbasis zu verstärken. Britische Medien berichten, dass Premierminister Starmer die Entsendung eines Kriegsschiffes prüft, um sich gegen mögliche weitere Angriffe zu wappnen.
Unterdessen haben Griechenland, Deutschland und Frankreich zugesagt, Zypern bei der Stärkung seiner Verteidigung zu unterstützen. Griechenland und Frankreich entsandten Marinefregatten, während Athen zusätzlich F-16-Kampfjets stationierte.