Frauenstadträtin Kathrin Gaal startet Info-Initiative gegen „Hass im Netz“

Kostenlose Broschüre „Frau im Netz “ gibt Tipps für sicheres Surfen und Umgang mit Sexismus – Online-Workshops thematisieren ab 16.6. Cyber-Mobbing und Co.

Unser Alltag wird immer stärker vom Internet bestimmt. Wir besuchen Webinare, chatten mit FreundInnen und Familie, hören Podcasts und wickeln unsere Bankgeschäfte online ab. Die Corona-Krise und die damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen haben die digitale Welt einmal mehr zu einem wichtigen Ort des Austauschs und der Vernetzung gemacht. Viele haben das erste Mal videotelefoniert, soziale Kontakte haben sich ins Internet verlagert.

Frauenstadträtin Kathrin Gaal: „Es ist wichtig, dass Frauen beim Umgang mit Hass im Netz Hilfe bekommen“

„Das Internet bringt viele Chancen. Es birgt aber auch Gefahren. Es ist wichtig, dass Frauen und Mädchen unterstützt werden, wenn sie mit Sexismus, Fake News oder Hass im Netz konfrontiert sind“, so Frauenstadträtin Kathrin Gaal. „Sie sollen wissen, wo sie schnell und unbürokratisch Beratung bekommen. Tipps zum Umgang mit Hass im Netz gibt es in der neuen Broschüre des Frauenservice Wien, die selbstverständlich online verfügbar ist, und in der Online-Gesprächsreihe zum Thema Sexismus im Netz“, so Gaal.

Digitalisierung und Vernetzung im Internet erleichtern unseren Alltag. Sie bringen aber auch Gefahren – von Sexismus bis hin zu Cybermobbing. Mädchen und Frauen sind auffallend stark von Hass und Gewalt im Netz betroffen. Die Geringschätzung von Mädchen und Frauen zeigt sich im Internet in mehreren Formen. Meinungen werden abgewertet oder nicht ernst genommen, ihr Aussehen wird kritisiert oder es werden veraltete Rollenbilder hervorgeholt.

Neue Broschüre „Frau im Netz“: Leitfaden für den digitalen Alltag

Die kostenlose Broschüre „Frau im Netz“ des Frauenservice Wien thematisiert die Risiken im Internet und gibt Tipps, wie Frauen mit diesen Gefahren im Netz umgehen können. So gibt es z.B. Handlungsanleitungen, die helfen, sich Sexismus online entgegenzustellen. Das Kapitel „Fake News“ gibt Tipps, wie frau den Nachrichtenwert einer Meldung erkennt – und ob es eine Falschmeldung ist. Trickbetrügereien und die Gefahr von gehackten E-Mail-Accounts und Phishing-Mails werden ebenso thematisiert wie Online-Dating.
Ein wichtiges Thema ist, welche Datenspuren, also Informationen, wir im Netz hinterlassen – von Fotos über Passwörter bis hin zu Infos aus unserem persönlichen Leben.

Die Broschüre gibt Ratschläge, wie sich Frauen sicher durch den digitalen Alltag bewegen können – und einen Überblick über die wichtigsten Beratungsstellen, die Hilfe anbieten.

Broschüre kostenlos herunterladen: https://www.wien.gv.at/menschen/frauen/stichwort/sexismus/leitfaden-frauen-im-netz.html oder ab Montag unter frauen.wien.at bestellen.

Online-Gesprächsreihe: „Online Sexismus – was tun?“

Frauen und Mädchen sind auch im Internet mit Alltags-Sexismus konfrontiert. In Zeiten der Corona-Krise ist das noch ausgeprägter der Fall – durch Stress, Unsicherheiten und die Verlagerung von Sozialkontakten ins Netz.  In der Online-Gesprächsreihe des Frauenservice Wien in Zusammenarbeit mit Saferinternet.at werden an vier Terminen Fragen zu Online-Sexismus thematisiert. Die Teilnahme ist kostenlos (Details und Anmeldung unter: frauen.wien.at oder saferinternet.at).

Wie können Frauen mit Gefahren im Internet – wie Sexismus, Fake News oder Hass im Netz – umgehen? Am 16. 6. (18 Uhr) startet die Online-Gesprächsreihe mit dem Thema „Onlinesicherheit für Frauen in Zeiten der Corona-Krise“.  Dabei wird die neue Broschüre des Frauenservice vorgestellt. „Cyber-Mobbing in Zeiten der Corona-Krise“ ist am 23. Juni das Thema – und die Frage: Wie können Mädchen gestärkt werden? Unter dem Motto Online-Sexismus aus Sicht einer Gamerin erzählt am 30. Juni eine Online-Spielerin aus ihrem Alltag. „Wer steckt hinter Online-Sexismus?“ ist am 7. Juli das Thema. Der Online-Workshop findet jeweils von 18 bis 19 Uhr statt.

(stadtwien.gv.at)

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