ÖBB-Fahrplan bringt mehr Nahverkehrszüge

Die ÖBB haben ihre Pläne ab dem europaweiten Fahrplanwechsel am 11. Dezember präsentiert. Neben zusätzlichen Verbindungen wird in neue Züge investiert. Insgesamt gibt die Bahn über vier Milliarden Euro dafür aus.

„Komfortabler, weiter, öfter“, fasste ÖBB-Chef Andreas Matthä zusammen, was die ÖBB den Kundinnen und Kunden im neuen Fahrplanjahr bieten wollen. Im Nah- und Fernverkehr sollen neue moderne Züge für noch bequemeres Reisen sorgen. Hinzu kommen zusätzliche Verbindungen für Pendlerinnen und Pendler als auch für touristisch Reisende.

Mehr nationale und internationale Verbindungen

Nightjets aus Wien und München, die bisher in Mailand enden, werden bis Genua verlängert. Ab Mitte Dezember machen auf der Südstrecke zwei zusätzliche Zugpaare einen Stundentakt zwischen Wien und Villach möglich. Auf der Weststrecke wird es in der Früh und Abend mehr Verbindungen geben – so kommen etwa Konzertbesucher auch noch nach Mitternacht von Wien nach Linz. Vom Wiener Franz-Josefs-Bahnhof geht es künftig täglich über Gmünd und Südböhmen direkt nach Prag. Am Wochenende wird das zweimal täglich angeboten.

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember erhöhen die ÖBB wie berichtet aufgrund der hohen Energiepreise die Ticketpreise. So kosten die Fahrkarten in der 2. Klasse um durchschnittlich 3,9 Prozent mehr. Wer am Tag der Abfahrt ein 2. Klasse-Ticket von Wien nach Salzburg löst, zahlt mit der Vorteilscard im Web oder in der App 28,30 Euro 40 Cent mehr als bisher. Je früher gebucht wird, desto günstiger ist eine Reise.

Neue Garnituren sollen zum Einsatz kommen

Um 4,1 Milliarden Euro werden neue Züge gekauft. Im Nahverkehr etwa kommen 21 zusätzliche Garnituren des Cityjet-Doppelstock – insgesamt wird es im Ballungsraum Wien dann 62 davon geben. Aktuell sind neue Railjets und Nightjets in Produktion. Ende Sommer 2023 sollen die ersten Nightjets Richtung Italien im Einsatz sein. Zusätzlich werden alle Railjets aus der Bestandsflotte ab Frühjahr 2024 in puncto Design, Innenausstattung und Technik modernisiert. Bis 2030 will die ÖBB das Sitzplatzangebot so um ein Drittel auf dann 70.000 erhöhen.

(ORF.at/Agenturen/Foto: Pixabay)

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