Neue Entscheidung: Soziale Medien für Kinder unter 14 Jahren in Österreich verboten

Die österreichische Regierung hat am Freitag ein landesweites Verbot der Nutzung sozialer Medien für Kinder unter 14 Jahren beschlossen.

Gleichzeitig wurden Pläne zur Reform der Lehrpläne in höheren Schulen vorgestellt, um Medienkompetenz sowie Bildung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) ab dem Schuljahr 2027/28 gezielt zu stärken.

Vizekanzler Andreas Babler erklärte auf einer Pressekonferenz, dass soziale Medien „negative Auswirkungen auf junge Menschen“ hätten, und betonte die Notwendigkeit von Altersbeschränkungen – ähnlich wie sie bereits für bestimmte Substanzen und Medieninhalte gelten.

Das Verbot soll auf nationaler Ebene umgesetzt werden, während Österreich weiterhin daran arbeitet, vergleichbare Maßnahmen auch auf EU-Ebene voranzutreiben.

Die Reform des Lehrplans sieht die Einführung eines eigenen Unterrichtsfachs zur Medienkompetenz in höheren Schulen vor. Gleichzeitig sollen einige Unterrichtsstunden in Latein sowie in einer zweiten Fremdsprache reduziert werden.

Auch der Informatikunterricht wird erweitert und modernisiert, um Inhalte zur Künstlichen Intelligenz einzubeziehen. Dabei liegt der Fokus auf dem Verständnis digitaler Systeme sowie auf der Erkennung von Risiken und Chancen.

Der Staatssekretär für Digitalisierung, Alexander Pröll, kündigte an, dass ein Gesetzesentwurf zur technischen Umsetzung der Altersgrenze bis Ende Juni vorgelegt werden soll. Geplant sind Verifikationsmethoden, die das Alter der Nutzer bestätigen, ohne deren Privatsphäre zu gefährden.

Die Einführung einer Klarnamenpflicht wurde von der Regierung ausgeschlossen. Stattdessen sollen strengere Maßnahmen gegen den Missbrauch von Nutzerdaten sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen sozialen Plattformen und Behörden zur Bekämpfung von Online-Schäden umgesetzt werden.

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