Österreich: Testkosten sind deutlich höher als die Impfkosten

Die Coronatests kosten den Steuerzahler deutlich mehr als die Impfungen. Kein Wunder: Seit Ausbruch der Pandemie wurden mindestens 114,9 Millionen Coronatests ausgewertet sowie 15,2 Millionen Dosen verimpft.

Einmal mehr wird durch eine parlamentarische Anfrage der Neos bestätigt, dass die PCR- wie auch die Antigen-Tests dem Steuerzahler mehr kosten als die Impfungen. Laut Gesundheitsministerium belaufen sich die Kosten für die Coronatests im heurigen Jahren auf 1,6 Milliarden Euro, im kommenden Jahr sollten es 1,3 Milliarden sein, so die Schätzung des Ministeriums, die allerdings Mitte November erfolgt ist, also zu einem Zeitpunkt, wo die Auswirkungen der Omikron-Variante auf das Infektionsgeschehen im nächsten Jahr noch nicht so abschätzbar waren. Die Anfrage wurde von der Agenda Austria veröffentlicht.

Im Vergleich dazu nehmen sich die laufenden Ausgaben für die Impfungen bescheiden aus. Im heurigen Jahr werden sie mit 470 Millionen Euro beziffert, im nächsten Jahr mit 750 Millionen. „Die hohen Testkosten zeigen, dass gratis alles andere als kostenlos bedeutet“, analysiert Agenda-Austria-Direktor Franz Schellhorn.

Bisher wurden in Österreich 15,2 Millionen Dosen verimpft, seit Ausbruch der Pandemie 114,9 Millionen Tests (37,5 Millionen PCR- und 77,4 Millionen Antigen-Tests) vorgenommen, zeigen ganz aktuelle Daten des Gesundheitsministeriums. Nicht eingerechnet sind die Antigen-Tests in Apotheken und Betrieben.
(kleinezeitung.at)

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